Archiv für den Tag 4. Mai 2023

Feuer in der Harrisleer Stra?e mit zwei Toten und mehreren Verletzten

Flensburg (ots). Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Harrisleer Stra?e in Flensburg starben am Donnerstagnachmittag (04.05.23) zwei Menschen, mehrere Personen wurden verletzt.

Das Feuer wurde gegen 16:50 Uhr gemeldet und breitete sich schnell aus. Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar. Nach ersten Erkenntnissen kamen beim Feuer zwei Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Zur Identit?t der Verstorbenen k?nnen noch keine gesicherten Angaben gemacht werden. Mehrere Personen wurden verletzt. Angaben zur Schwere der Verletzungen k?nnen nicht gemacht werden.

Die Harrisleer Stra?e ist voll gesperrt. Es sind noch zahlreiche Einsatzkr?fte vor Ort.

Anstieg der Baulandpreise: Parit?tischer fordert eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik

Schwarzenbachtal: Auf 6,8 Hektar Bauland Platz für mehrere hundert Wohnungen in der Flensburger Neustadt – Foto: J?rg Pepmeyer

Positionspapier für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik

Berlin, Der Verbandsrat des Parit?tischen Gesamtverbandes hat in seiner Sitzung am 28. April 2023 eine Positionierung für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik beschlossen.

Boden ist eine nicht vermehrbare und nicht verzichtbare Ressource. Er ist eine essenzielle Grundlage, um das Menschenrecht auf Wohnen und eine am Allgemeinwohl ausgerichtete Stadtentwicklung umzusetzen. Zudem ist ein gesunder Boden eine Grundlage für eine gesunde Ern?hrung und bedeutend bei der Anpassung an den Klimawandel sowie für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Trotz dieser grundlegenden Bedeutung des Bodens, ist der Umgang mit diesem marktf?rmig organisiert.

Ein zentraler Grund für die horrenden Mietpreissteigerungen und damit auch für die eingeschr?nkten Zugangschancen von Menschen mit besonderen Bedarfen zu Wohnraum ist vielerorts der enorme Anstieg der Baulandpreise. Deshalb braucht es einen gemeinwohlorientierten Umgang mit Boden. Ziel eines gemeinwohlorientierten Umgangs mit Boden muss es sein, lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen (bspw. Sozialer Wohnungsbau), ?ffentliche sowie soziale Infrastruktur mit sozialen Einrichtungen zu gew?hrleisten sowie eine inklusive und klimagerechte Stadtentwicklung und Raumordnung umzusetzen.

Weitere Details zur Positionierung finden sich in der untenstehenden Anlage.

Zudem findet sich anbei ein Gutachten zur Umsetzung einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik, welches vom Parit?tischen Gesamtverband beauftragt und von Dr. Andrej Holm und Dr. Sabine Horlitz erstellt wurde. Sortiert nach den Ebenen des Bundes, der L?nder und der Kommunen wird darin u.a. der Status quo für die Bereiche „Bodensicherung“, „Aktive Liegenschaftspolitik“ und „Sicherung der Gemeinwohlziele“ dargestellt. Zudem werden Hemmnisse, Reformoptionen und Fallbeispiele für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik aufgezeigt.

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Sonntagsatelier und Führung auf dem Museumsberg am 7. Mai: Ernst Sauermann. Wegbereiter der Moderne

Sonntag, 7. Mai, 11.00 Uhr
Masken Makers – Sonntags-Atelier und Workshop für Kinder ab 6 Jahren

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: 3,00
Ort: Heinrich-Sauermann-Haus


Sonntag, 7. Mai, 11.30 Uhr
Ernst Sauermann
Führung mit Hendrik Heft

Kosten: 2 zus?tzlich zum Museumseintritt

Ort: Heinrich-Sauermann-Haus

Ernst Sauermann. Wegbereiter der Moderne

Entwurf für Titelseite ?Pan“ – Josef Sattler, 1895 ? Museumsberg Flensburg

Der Museumsberg Flensburg erinnert an seinen zweiten Direktor. Im Jahr 1904 folgte Ernst Sauermann (1880-1956) in diesem Amt auf seinen pl?tzlich verstorbenen Vater, den Museumsgründer und M?belfabrikanten Heinrich Sauermann.

Ernst Sauermann setzte sich in au?ergew?hnlicher Weise für junge Kunstschaffende ein. Im Januar 1907, als Frauen noch an keiner deutschen Kunstakademie studieren durften und nur schwer K?ufer für ihre Bilder fanden, pr?sentierte er dem Publikum Gem?lde und Grafiken der Malerin K?te Lassen. Trotz des geringen Interesses lie? er sich nicht beirren und überlie? die Ausstellungsr?ume im gleichen Jahr den Expressionisten der Künstlergruppe ?Brücke”. Für sie war es die erste Pr?sentation in einem Museum.

Einen weiteren Schwerpunkt legte Ernst Sauermann auf das reformorientierte Kunstgewerbe. Kinderspielzeug, produziert von spezialisierten Handwerksbetrieben nach den Ideen bekannter Künstler, und Frauenkleider, die den K?rper nicht mehr einschnürten, sollten die Pers?nlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Emanzipation f?rdern.

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Ernst Sauermann, 1903 ? Museumsberg Flensburg

Das gr??te Publikumsinteresse zog 1912 eine Bauausstellung mit Modellen und Entwürfen moderner, von den Ideen der Heimatschutzbewegung inspirierter Geb?ude auf sich. Die Kapelle auf dem Friedhof Friedenshügel und die Auguste-Viktoria-Schule sind nur zwei der damals besprochenen Geb?ude, die bis heute das Flensburger Stadtbild pr?gen. Ernst Sauermann pflegte einen engen Kontakt zu anderen Direktoren wie Justus Brinckmann am Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Sauermann machte sein Haus zu einem Ort des Austausches und der Begegnung, wie es der Museumsberg Flensburg bis heute ist. Die Exponate, der Ausstellung, die über die Arbeit dieses ?Wegbereiters der Moderne” erz?hlen, stammen aus der eigenen Sammlung sowie von prominenten Leihgebern und wurden teils noch nie ?ffentlich gezeigt.

Der Museumsberg Flensburg zeigt noch bis zum 27. August 2023 im Heinrich-Sauermann-Haus die Ausstellung


Ausstellungen:

  • Ernst Sauermann. Wegbereiter der Moderne
    noch bis 27. August 2023
  • Faszination Schmetterling:Tier, Kunstwerk, Symbolik
    vom 14.5. – 17.9.2023

Aktuelle ?ffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, t?glich au?er montags

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
[email protected]
https://www.museumsberg-flensburg.de

Veranstaltungshinweis: Hohe Heizkostenrechnung? Was kann ich tun?

Kostenfreie Online-Veranstaltungen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) am 10. Mai

Im vergangenen Jahr sind die Energiepreise stark gestiegen. Abschlags- und Preiserh?hungen um ein Vielfaches h?ufen sich. Die Heizkostennachzahlung setzt immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher unter finanziellen Druck. Doch nicht immer wird die Heizkostenrechnung korrekt gestellt.

In dieser kostenlosen Online-Veranstaltung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) zeigen die Experten unter anderem anhand praktischer Beispiele, wie sich eine Heizkostenabrechnung auf m?gliche Fehler überprüfen l?sst. Die Teilnehmenden erfahren, wie die Heizkostenverteilung funktioniert und wie die Rechnung zu verstehen ist, wo sich h?ufig Fehler in der Rechnung finden lassen und wo der Dezemberabschlag gutgeschrieben wird, den die Bundesregierung übernimmt. Die Veranstaltung beinhaltet au?erdem Energiespartipps und gibt einen ?berblick über verschiedene finanzielle Unterstützungen, die Verbraucher beanspruchen k?nnen, wenn sie ihre Heizkostenrechnungen nicht bezahlen k?nnen.

Heizkostenrechnung prüfen und verstehen, Kosten für Strom und Heizen senken
Mittwoch, 10. Mai 2023 | 17.00 – 18.30 Uhr

SoVD.TV am 5. Mai in Kooperation mit der Aktion Mensch: ?Bundesinitiative Barrierefreiheit – quo vadis?“

SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier: ?Den Absichtsbekundungen müssen dringend auch Taten und konkrete Ma?nahmen folgen.“

Berlin. Am Freitag, 5. Mai 2023 um 16.00 Uhr kommt in Kooperation mit der Aktion Mensch die n?chste Ausgabe von SoVD.TV. Diesmal geht es zum Europ?ischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen um die Bundesinitiative Barrierefreiheit. Diese Initiative unter Federführung des Bundesarbeits- und Sozialministeriums will sich ressortübergreifend besonders auf die Themen Mobilit?t, Wohnen, Gesundheit und Digitales konzentrieren und hat sich das Ziel gesetzt, rechtliche Regelungen weiterzuentwickeln, um die Barrierefreiheit im ?ffentlichen und privaten Bereich voranzutreiben.

Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier – Foto: Susie Knoll / SoVD

Michaela Engelmeier, SoVD-Vorstandsvorsitzende: ?In der UN-Behindertenrechtskonvention nimmt Barrierefreiheit eine zentrale Rolle ein. So hei?t es in Artikel 9, dass Menschen mit Behinderungen ?eine unabh?ngige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu erm?glichen‘ ist. Davon sind wir aber so ganz weit entfernt. Gut, dass nun die Bundesinitiative an den Start gegangen ist, aber aus den Absichtsbekundungen müssen dringend auch Taten und konkrete Ma?nahmen folgen.“

Welche das sind und was auch gesellschaftlich passieren muss, diskutieren wir wie immer mit interessanten G?sten wie Dr. Sigrid Arnade vom Weibernetz, einer bundesweiten Selbstvertretungsorganisation von Frauen mit Beeintr?chtigungen und Behinderungen. Das Weibernetz hat dieses Jahr den Vorsitz im Sprecherrat des Deutschen Behindertenrates. Der DBR ist ein Aktionsbündnis der ma?geblichen Verb?nde wie z.B. dem SoVD. Seit 1999 vertritt der DBR verbandsübergreifend offensiv die Interessen behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angeh?rigen.

Au?erdem begrü?en wir Jürgen Dusel, seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
Erg?nzt wird das Panel von Jens Beeck. Er sitzt seit 2017 im Bundestag und ist teilhabepolitischer Sprecher der FPD-Fraktion.

SoVD.TV pr?sentiert von der Aktion Mensch sehen Sie im Fernsehprogramm von Alex Berlin, über die Homepage des SoVD oder ganz einfach unter diesem Link: https://youtu.be/6WGD0YIy3Mw.

Hier geht es zu den letzten Sendungen:
?Frauen an die Macht!“ https://youtu.be/_w2Di7i9xUc
?Frauen mit Behinderung“ https://youtu.be/4GcDvAp40x8
?KidsOnAir – Bildung“ https://youtu.be/v36r06vORGg

Weitere Infos unter: www.sovd.de

8. Mai – Gedenken auf dem Friedenshügel in Flensburg

8. Mai 1945 – 8. Mai 2023
Tag der Befreiung

Einladung zum gemeinsamen Gedenken auf dem Friedenshügel in Flensburg
am Montag, den 8. Mai 2023 um 12 Uhr

Am 8. Mai diesen Jahres j?hrt sich der Tag der Befreiung zum 78sten Mal. Auch für uns ist das Anlass, an die Verbrechen Nazideutschlands zu erinnern und einen Blick auf das Heute zu werfen.
Gemeinsam mit der Flensburger Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes m?chten wir der Opfer gedenken:

Um 12 Uhr am Ehrenmal für die Opfer der Naziherrschaft auf dem Friedenshügel. Treffpunkt: Haupteingang.

Dazu m?chten wir Sie und euch herzlich einladen.

Es sprechen:
Ludwig Hecker (VVN-BdA Flensburg)
Joachim Sopha (DGB Stadtverband Flensburg)

Veranstalter: DGB Stadtverband Flensburg, Gro?e Str. 21-23, [email protected]?& VVN/BdA Gruppe Flensburg

?ffentliche Sitzung des Flensburger Seniorenbeirats am 11. Mai im Rathaus

Der Seniorenbeirat Flensburg l?dt ein zu einer ?ffentlichen Sitzung am

Donnerstag, den 11. Mai, 9.30-12.30 Uhr im Zimmer H 39 im Rathaus Flensburg.

G?ste sind wie immer willkommen.

www.seniorenbeirat-flensburg.de

www.flensburg.de/Leben-Soziales/Senioren-innen/Seniorenbeirat

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Ohne Eltern in die Ferien: Jugendferienwerk 2023 – Restpl?tze sichern!

Es sind noch Restpl?tze frei – Jetzt noch schnell bis zum 31.05.2023 anmelden

Flensburg. In den Sommerferien die Natur im Wald erleben, die Sonne auf einem Segelschiff genie?en, die Nordsee-Insel Sylt kennen lernen, mit dem Kanu durch die Flüsse paddeln, Drachen steigen lassen, basteln, grillen, toben, Spa? haben und noch viele andere tolle Sachen machen.

Dies alles ist für Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht das gro?e Geld verdienen, nicht immer so ohne weiteres m?glich.

Deshalb vermittelt das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg im Rahmen des Jugendferienwerkes Ferienfahrten von Jugendzentren, Vereinen, Verb?nden und kirchlichen Einrichtungen.

Damit stehen durch verschiedene Fahrten kostengünstige, erlebnisreiche und aktive Ferienangebote zur Verfügung.

Teilnehmen k?nnen Flensburger Kinder und Jugendliche aus Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII bzw. Wohngeld oder Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz, Asylbewerbergesetz erhalten oder deren regelm??iges Nettoeinkommen die Einkommensgrenze nicht übersteigt. Die Einkommensgrenze wird auf 180 bzw. 230 % der in Schleswig-Holstein geltenden Sozialhilferegels?tze festgesetzt. Der jeweilige Leistungsbezug ist mit dem entsprechenden Bescheid nachzuweisen.

Auch wenn das Familieneinkommen knapp über den Sozialhilferegels?tzen liegt, ist eine?Vermittlung m?glich.

Im Regelfall übernimmt das Kinder- und Jugendbüro zwei Drittel der entstehenden Fahrtkosten, die Familie muss ca. ein Drittel der Kosten und das Taschengeld zahlen.

Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg, Melina Adam, 0461/85-2750, freut sich auf Anmeldungen.

Flensburg. Für Flensburger Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen, insbesondere die, die staatliche Leistungen wie? z.B. Wohngeld oder Hartz IV beziehen, vermittelt das Kinder- und Jugendbüro im Rahmen des Ferienwerkes Pl?tze in Ferienfreizeiten.

Dazu sind noch Restpl?tze nach Lorup im Emsland, Rantum auf Sylt, in die Hüttener Berge und in die italienische Toskana zu vergeben. N?heres zur Dauer der Freizeiten, Altersgruppe der Teilnehmer und Kosten gibt es auf www.flensburg.de.

Für Anmeldungen und telefonische Auskünfte steht Matina Korb aus dem st?dtischen Kinder – und Jugendbüro unter ?0461 / 852750 zur Verfügung.

Armut? Abschaffen! Parit?tischer organisiert Aktionskongress gegen Armut

Der Verband will ein starkes Zeichen gegen die Armut in Deutschland setzen – ?bertragung per Live-Stream

Sich vernetzen, einander Mut und gemeinsam politisch Druck machen – darum geht es beim Aktionskongress “Armut? Abschaffen!”, zu dem der Parit?tische Gesamtverband am 4. und 5. Mai 2023 einl?dt.

Der Verband verschafft Armutsbetroffenen Geh?r, sensibilisiert für das Thema und? will ein Zeichen im Kampf gegen Armut setzen. Auf dem Programm stehen Beitr?ge von vielen Aktivist*innen und Expert*innen. Von #IchBinArmutsbetroffen-Initatorin Anni W. bis Familienministerin Lisa Paus wird eine gro?e Bandbreite auf dem Kongress vertreten sein, die aus Theorie und Praxis berichtet.

Ulrich Schneider im Gespr?ch – Foto: Sven Serkis / Der Parit?tische

“Unser Kongress setzt ein starkes Zeichen im Kampf gegen Armut”, ist Ulrich Schneider, Hauptgesch?ftsführer des Parit?tischen Gesamtverbands, sicher. “Hunderte Anmeldungen zeigen das gro?e Interesse am Thema und seine Relevanz.” Laut aktuellen Zahlen des Parit?tischen Armutsberichts leben über 14 Millionen Menschen in Deutschland in Armut. Ulrich Schneider: “Denen müssen wir als Parit?tischer Geh?r verschaffen und ihnen Mut machen. Wir dürfen nicht locker lassen und müssen weiter Druck aufbauen.”

In Diskussionsrunden und Inputs geht es um Themen wie Armut in den Medien, das Bürgergeld, Wohngeld, die Folgen der Coronakrise oder Obdachlosigkeit. Impulse aus der Praxis zur Frage “Welchen Einfluss haben Pandemie und Inflation auf soziale Arbeit, gesellschaftliche Solidarit?t und Selbstorganisation?” oder die “Speaker’s Corner” geben Einblicke in die Lebensrealit?t armer Menschen und die Arbeit sozialer Initiativen und Organisationen.

Besonders wichtig für die Veranstalter*innen ist ein Dialog auf Augenh?he zwischen Betroffenen, Hauptamtlichen und Politik. Der Kongress wird im Rahmen des Parit?tischen Projekts zur digitalen Kommunikation und Teilhabe #GleichImNetz organisiert.

Das vollst?ndige Programm finden Interessierte auf www.armutskongress.de

?ber die Veranstaltung wird auch in den sozialen Medien berichtet (Hashtag #ArmutAbschaffen).

Statements von Teilnehmer*innen und Referent*innen des Aktionskongress

  • „Wie kann es sein, dass in einem reichen Land wie Deutschland Menschen in Armut leben, Kinder hungrig in die Schule gehen und sich Menschen für ihre Situation sch?men oder umgekehrt, dass Medien ein falsches Bild von Menschen in Armut aufmachen? Es muss sich etwas ?ndern. Die Gesellschaft braucht eine Ver?nderung.“ (Teilnehmer*in des Aktionskongress gegen Armut)
  • „Alle Menschen haben ein Recht auf einen angemessenen Lebensstandard – unabh?ngig von ihrem Einkommen, Herkunft und Status. Diese sozialen Menschenrechte müssen wir gemeinsam einfordern, auf der Stra?e ebenso wie vor Gericht.“ (Sarah Lincoln Gesellschaft für Freiheitsrechte)
  • „Krankheit macht arm, Armut macht krank. Ein Teufelskreis aus dem #IchBinArmutsbetroffen|e kaum entkommen k?nnen. Darum: #ArmutAbschaffen. Jetzt!“ (Anni W. Initiatorin von #IchBinArmutsbetroffen)
  • „Ich bin entsetzt, dass die Grundsicherung die Grundbedürfnisse NICHT absichert – und wie wenig das die Politik interessiert. Ich war schon in meinem Arbeitsleben ein an Sozialem interessierter und darüber informierter Mensch, die Realit?t eines Lebens in Grundsicherung habe ich damals aber trotzdem nicht verstanden.“ (Teilnehmer*in des Aktionskongress gegen Armut)
  • „Ich bin selbst in Armut aufgewachsen und wei?, wie schwer es ist, eine Chance auf „Mindestteilhabe“ zu bekommen. Ich setze mich dafür ein, dass Kinder in ihrer Entwicklung so wenig wie m?glich seelischen und k?rperlichen Schaden durch ihre Armutsbetroffenheit erfahren.“ (Feray, Teilnehmerin des Aktionskongress gegen Armut)
  • „Ich habe fast mein Leben lang in Armut gelebt und wei?, wie sich das anfühlt. Darum habe ich nun mehrere Jahrzehnte darum gek?mpft, dass Armut bek?mpft wird und nicht die Armen.“ (Erika, Teilnehmerin des Aktionskongress gegen Armut)
  • „Deutschland ist ein reiches Land, dennoch ist jedes fünfte Kind armutsgef?hrdet. JournalistInnen haben die Aufgabe, diese Realit?t zu schildern und politische Vorhaben zum Armutsabbau zu analysieren. Noch passiert hierzulande viel zu wenig, um Familien aus der Armut zu holen.“ (Alisha Mendgen RND RedaktionsNetzwerk Deutschland)
  • „Die Inflation und die Preissteigerungen sorgen dafür, dass Armutsbetroffene Mitte des Monats Lebensmittelknappheit haben oder sich kein Essen mehr kaufen k?nnen. Das darf nicht sein! Ich m?chte eine Ern?hrungssicherheit für arme Menschen und über das Thema Armut aufkl?ren. Dafür gehe ich auch medial in die ?ffentlichkeit, soweit es meine chronische Erkrankung zul?sst!“ (Janina, Teilnehmerin des Aktionskongress gegen Armut)
  • „Armut ist die eine Seite der Münze, Hochverm?gen die andere. Beides hat Wurzeln in der Verteilungspolitik. Ungleichheit abschaffen packt das Problem an dieser Wurzel.“ (Marlene Engelhorn tax me now – Initiative für Steuergerechtigkeit)
  • „Die Unwissenheit vieler und das verletzende „Stammtisch-Gew?sch“. Armut ist keine pers?nliche Entscheidung, die Verurteilung aufgrund fehlenden Wissens müssen wir abschaffen. Damit wir als Gemeinschaft Armut abschaffen k?nnen.“ (Teilnehmer*in des Aktionskongress gegen Armut)

Armut in Deutschland deutlich gr??er als?angenommen

Unter Rückgriff auf Daten des Statistischen Bundesamtes legte der Parit?tische Wohlfahrtsverband im M?rz 2023 eine aktualisierte Neuauflage seines Armutsberichts 2022 (Berichtsjahr 2021) vor. Notwendig geworden war die ?berarbeitung, da das Bundesamt nach bereits im letzten Jahr ver?ffentlichten Erstergebnissen zu den Armutsquoten jetzt Endergebnisse für das Berichtsjahr 2021 mit zum Teil gravierenden Abweichungen vorlegte. So betrug die Kinderarmut nicht, wie zuerst berechnet, 20,8 Prozent, sondern sogar 21,3 Prozent. Die Armutsquote von Alleinerziehenden stieg auf 42,3 statt auf 41,6 Prozent.

Deutliche Sprünge zeigen sich in den Endberechnungen auch bei den Armutsquoten für Berlin und Nordrhein-Westfalen, die beide um 0,5 Prozentpunkte h?her als gedacht liegen und tats?chlich Quoten von 20,1 und 19,2 Prozent aufweisen.

“Die Armutsquoten waren bereits nach den vom Statistischen Bundesamt in 2022 vorgestellten Daten auf einem traurigen Rekordhoch”, kommentiert Ulrich Schneider, Hauptgesch?ftsführer des Parit?tischen Gesamtverbands, den neuen Armutsbericht, “in unseren schlechtesten Tr?umen h?tten wir nicht daran gedacht, dass es nun noch einmal nach oben geht. Unser aktualisierter Armutsbericht 2022 ist ein bitteres Armutszeugnis für die Politik der Gro?en Koalition. Sie hat die Armut einfach billigend in Kauf genommen.”

Der Verband fordert die Ampel-Koalition zu rigiden und wirkungsvollen Ma?nahmen gegen die rapide steigende Armut in Deutschland auf. Schneider: “Angesichts der Entwicklungen des vergangenen Jahres ist erst recht keine Zeit zu verlieren, um die wachsende Not zu lindern. Die Armut wird nicht nur immer gr??er, sondern mit den explodierenden Preisen auch immer tiefer. Von zentraler Bedeutung sind eine spürbare Anhebung der Regels?tze in Hartz IV und Altersgrundsicherung von jetzt 502 auf 725 Euro, eine existenzsichernde Anhebung des BAf?G? und die zügige Einführung der Kindergrundsicherung.”

Den Armutsbericht k?nnen Sie auf www.der-paritaetische.de/armutsbericht kostenlos herunterladen.

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